SUSI Partners hat sich intensiv mit dem Thema Investitionen in Wasserstoff-Energieinfrastruktur befasst und die gewonnenen Erkenntnisse in Form eines Whitepapers veröffentlicht. Das Dokument, welches in Zusammenarbeit mit der Schweizer Forschungsanstalt Paul Scherrer Institut (PSI) erarbeitet wurde, führt in einen aufkommenden Energiewendesektor ein, evaluiert Schlüsselmärkte und Finanzierungsbedarf, und setzt sich mit spezifischen Möglichkeiten für Investitionen in Wasserstoff-Energieinfrastruktur auseinander, welche sich in den kommenden Jahren ergeben können.

Um die globalen Klimaziele zu erreichen, hat man sich in den letzten Jahren vor allem auf den Ausbau erneuerbarer Energien, Energieeffizienzsteigerungen sowie die Elektrifizierung von verschiedenen energieintensiven Sektoren konzentriert. Allerdings wird es in Anbetracht des näher rückenden 2030 Checkpoints immer dringlicher auch Bereiche anzugehen, in denen die direkte Elektrifizierung an ihre Grenzen stösst. Dies betrifft vor allem den Industriesektor sowie den Schwerlastverkehr oder die Wärme- und Stromversorgung für Gebäude.

Der Einsatz von Wasserstoff als Energieträger kann in all diesen Bereichen Lösungen bieten. Dementsprechend wurden im Jahr 2020 eine Reihe von offiziellen Wasserstoffstrategien lanciert. Eine 2017 vom Hydrogen Council beauftragte Studie kam zum Schluss, dass im Jahr 2050 bis zu 18% des weltweiten Energiebedarfs durch Wasserstoff gedeckt werden könnten. Dies würde zu jährlichen CO2-Einsparungen von sechs Gigatonnen führen, erfordert jedoch einen gross angelegten Ausbau der Infrastruktur finanziert durch öffentliche und private Gelder. Während öffentliche Zuschüsse in der Anfangsphase unumgänglich sein werden, sollen private Investitionen diese Transformation grossflächig vorantreiben, sobald Wasserstoffanwendungen kommerziell tragbar sind.

Wie dieses Whitepaper aufzeigt, lassen sich bewährte Technologien entlang der ganzen Wertschöpfungskette von Wasserstoff – von Produktion bis Endnutzung – finden. Allerdings sind noch einige Herausforderungen zu überwinden, vor allem was die höheren Kosten von Wasserstoff verglichen mit konventionellen Brennstoffen sowie regulatorische Risiken betrifft. Sowohl Forschungsinstitutionen als auch Regulierungsbehörden nehmen sich diesen Herausforderungen vermehrt an, um einer grossangelegten Markteinführung von Wasserstofftechnologien den Weg zu ebnen. Sobald die entsprechenden Engpässe behoben werden, können Investitionen in Wasserstoff-Energieinfrastruktur das bereits vielfältige Spektrum an Investitionsmöglichkeiten erweitern, welches einem in nachhaltige Energieinfrastruktur spezialisierten Investor wie SUSI Partners zur Verfügung steht.

Aufgrund von Schätzungen bezüglich Marktreife von verschiedenen Wasserstoff-Technologien haben wir uns auf Bereiche konzentriert, in denen sich bereits vor 2030 Investitionsmöglichkeiten ergeben sollten. Das sind:

  • Produktion von grünem Wasserstoff
  • Wasserstoff-Pipeline-Infrastruktur
  • Wasserstoff-Energiespeicher-Infrastruktur
  • Wasserstofftankstellen für Brennstoffzellenfahrzeuge

Unseren Einschätzungen zufolge sollten in den kommenden Jahren Projekte, welche die Produktion erneuerbarer Energie mit Elektrolyseuren kombinieren sowie Investitionen in Wasserstofftankstellen mit Abnahmegarantien von Flottenbetreibern die grössten Chancen haben, investierbare Infrastrukturthemen zu werden.

Schlussendlich benötigen Infrastrukturinvestoren langfristig planbare Einkommensströme, beispielsweise durch garantierte Abnahmeverträge mit Endkunden. Sobald sich ein derartiger Markt entwickelt, können grüne Wasserstofftechnologien zu einem wichtigen Pfeiler der Energiewende werden. Allgemein dürften Investitionen in Wasserstoff, die attraktive risikobereinigte Renditen erwirtschaften, bis 2025 noch eher selten sein. Jedoch könnten sich einzelne Möglichkeiten in Regionen mit einem hohen Anteil erneuerbarer Energien und grosser Industriedichte schon recht bald ergeben. SUSI Partners – als ein auf nachhaltige Energieinfrastruktur spezialisierter Investor – verfolgt bei der Finanzierung der Energiewende einen ganzheitlichen Ansatz. Dementsprechend sind wir uns der Dringlichkeit bewusst, auch die schwer zu dekarbonisierenden Sektoren zu transformieren und werden die Entwicklungen rund um Wasserstoff weiterhin genau mitverfolgen.

Die Vollversion des Whitepapers in Englisch sowie eine Kurzfassung in detuscher Sprache sind auf Anfrage erhältlich.

Publikation beantragen